"Bei uns kann jeder so sein, wie er ist!"

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Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4 haben im Religionsunterricht das Bilderbuch von Julia Volmert „Du gehörst zu uns oder Jeder ist ein bisschen anders“ behandelt.

Thematisch geht es darin um Balduin Bär, der von der Elster ausgelacht wurde, weil er eine rote Knubbelnase hat. Doch Balduin war nicht der einzige, den die Elster geärgert hatte. Schon bald stellte sich heraus, dass auch Ena Eichhörnchen für ihren rundlichen Bauch von der Elster ausgelacht wurde.

Die Schülerinnen und Schüler versetzten sich an dieser Stelle in die Lage von Ena und Balduin und schrieben auf großen Tränen auf, wie sich die beiden fühlten. Heraus kam, dass es im Herzen der beiden sehr dunkel sein musste, weil sie so sehr geärgert wurden. Außerdem berichteten sie aus Sicht von Balduin Bär einem Freund in einem Brief über die eigenen Gefühle und Wünsche: „Ich wünsche mir Freunde, die zu mir halten und bei denen ich so sein kann, wie ich bin.“

Es ist nicht verwunderlich, dass Balduin und Ena sich so unwohl fühlten und alles versuchten, um ihr Aussehen zu verändern. Denn ihr Gefühl sagte, dass sie sich mit solch einem dicken Bauch und einer roten Knubbelnase unmöglich zu ihren Freunden trauen konnten. Sie waren ganz verunsichert.

„Was könnten die beiden wohl unternehmen, um endlich so zu sein, wie die anderen?“, war die Frage, mit der sich die Schülerinnen und Schüler an dieser Stelle auseinander gesetzt haben. Und ihrer Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. Einige Vorschläge waren: „Balduin könnte seine Nase mit Blaubeerfarbe anmalen.“ „Balduin könnte sich Blätter auf die Nase kleben.“ „Ena könnte in einem Teich baden gehen, damit ihr Fell nicht mehr so flauschig ist.“

Und genau so, wie die Gedanken der Kinder waren, machten sich auch Ena und Balduin auf den Weg, um die rote Bärennase zu tarnen und den Bauch zu verstecken. Am Ende hatte Balduin eine mit Blaubeerfarbe angemalte, dunkle Knubbelnase und Ena ein pitschnasses, eng anliegendes Eichhörnchenfell. So trauten sich die beiden endlich wieder zu ihren Freunden und waren sich sicher: „So wird uns niemand auslachen!“

Doch als Balduin und Ena bei ihren Freunden ankamen, waren diese sichtlich überrascht über das neue Aussehen der beiden. „Wie seht ihr denn aus?“ fragten sie. Und schnell stellte sich heraus, dass die beiden, so wie sie vorher waren, ganz besonders für ihre Freunde waren. „Bei uns kann doch jeder so sein, wie er ist. Und das ist auch gut so!“ Ena und Balduin verstanden, was die Freunde damit meinten. Ena trocknete schnell ihr Fell und Balduin wusch sich seine Nase. Endlich waren die beiden wieder, wie sie immer waren. Und als die Elster vorbeigeflogen kam, war die Antwort der Freunde nur: „Wer andere auslacht, spielt am Ende allein!“

Die Kinder der Klassen 3 und 4 waren ganz glücklich über das Ende der Geschichte von Balduin und Ena und freuten sich mit ihnen, dass ihre Freunde sie so akzeptierten, wie sie sind. Schüler und Lehrer waren sich einig, dass dies ein tolles Motto für die Grundschule Andervenne sei: „Bei uns kann jeder so sein, wie er ist!“ Und so kam es, dass die Kinder dieses farbenfrohe Plakat gestaltet haben, welches nun in unserer Eingangshalle steht.

Von Franzika Geerdes

Es war einmal ...

So fangen alle Märchen an. Dies ist aber kein Märchen.
Ein Mädchen verabredete sich mit ihrer Freundin nachmittags zum Spielen.
Sie gingen in den Garten. Das Nachbarmädchen sah die beiden und fragte, ob es ebenfalls mitspielen darf. Ruckzuck lief sie durch das Gartentor. Schon waren die drei mittendrin im Spiel.
Eine Stunde später klingelte es an der Tür. „Darf ich hier spielen?“, fragte ein Junge und  gesellte sich zu den drei Mädels. Die Mutter einer dieser Mädchen bei sich alle Kinder getroffen hatten, ist eine Gartenfee. Und da kam der Gartenfee eine tolle Idee. Sie fragte die Kinder, ob sie mit ihr in den Schulgarten gehen wollen, um dort Kartoffeln, Kohlrabi und Tomaten zu pflanzen. Die Kinder überlegten gar nicht lange und liefen drauf los. Jedes Kind bekam eine Harke, einen Grubber, einen Korb mit Kartoffeln, und vieles mehr.

Somit marschierten sie alle los.     
Gerade im Garten angekommen, legten sie auch schon los.

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Ein Kind durfte den Boden auflockern. Ein anderes begradigte den Boden wieder. Das
nächste Kind durfte eine lange Furche ziehen, in die die Kartoffeln später
hinein gelegt wurden. Es dauerte keine 10 Minuten, da waren sie auch schon nicht mehr allein im Garten. Neben dem Schulgarten befand sich ein Fußballfeld. Es war Trainingszeit der Minikicker. Da kamen auch einige Geschwister mit. Auch die wurden natürlich neugierig. Sie schauten über die Hecke und beobachteten  was die Kinder im Garten machten. Nicht lange überlegten und gesellten sich dazu. Während die kleinen Geschwister ihr Training machten, halfen sie wie selbstverständlich mit. Allen machte es riesigen Spaß zu grubbern, zu harken, Kartoffeln zu legen, usw.        
. Am Ende lockte die Gartenfee mit einer kleinen „Gartensüßigkeit“. Da wurden alle neugierig. Sie fragten: „Eine Süßigkeit aus dem Garten?" Das klang ja seltsam Das konnten sie nicht glauben. "Ja", sagte die Gartenfee, „eine Süßigkeit!". Nun erzählte sie eine kleine Geschichte aus ihrer Kinderzeit: „Als ich in eurem Alter war, gab es nicht, wie selbstverständlich Süßigkeiten, wenn man sie haben wollte. Deshalb ging ich immer in den Garten bei mir zu Hause und holte mir eine Stange Rhabarber. In der Küche zog ich die Schale ab, holte mir einen kleinen Becher mit etwas Zucker drin und tauchte die Stange dort hinein. Dann aß ich den Rhabarber auf. Hhmmm, war das lecker!“
Jetzt probierten die Kinder ebenfalls den Rhabarber, nachdem sie ihn im Schulgarten abgeschält hatten und auch in einen Zuckerbecher getunkt hatten. Erst waren sie ein bisschen misstrauisch, aber dann trauten sie sich doch. Einfach spitze!

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Jeder probierte, doch nicht jeder war von dieser Art Süßigkeit überzeugt. Schließlich stellten sie fest, dass die Süßigkeiten von heute doch besser schmecken. Alle lachten.
Der Nachmittag im Schulgarten machte einen Riesenspaß.     

Jetzt warten alle gespannt, was sich aus den kleinen Kartoffeln und den Pflänzchen entwickeln wird. Vielleicht gibt es ja am Ende sogar ein großes Kartoffelfest.
Die Kinder gingen vergnügt am Abend nach Haus.

Und wer weiß, vielleicht träumen sie ja von jeder Kartoffel, die sie selbst in den Schulgarten gepflanzten.

Von Elke Wagemester

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